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Aus der Reihe "Geschichte ist mehr …": „Atomkraft? Nein danke!“ Vortrag über die Neuen sozialen Bewegungen der siebziger Jahre

Am Mittwoch, den 25. April 2018 mit der Münsteraner Historikerin Dr. Julia Paulus um 19:30 Uhr im VHS-Forum, Heidener Straße 88 in 46325 Borken

Angestoßen von den städtischen Zentren, gründeten sich seit den 1970er Jahren auch im Kreis Borken Anti-Atomkraft-Initiativen, Frauengruppen, Jugendzentrums- und Friedensinitiativen. Diese neuen, von jungen Leuten getragenen sozialen Bewegungen trugen die zeitgenössischen gesellschaftlichen Debatten in den ländlichen Raum, provozierten mit ihrem antiautoritären Gestus, mit Hausbesetzungen und „Alternativen Projekten“ manch erregte Auseinandersetzung und bewirkten auf längere Sicht eine Liberalisierung strukturkonservativer Milieus. Nach mehr als 30 Jahren sind sie ein Thema der Zeitgeschichte geworden, dem sich das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte gewidmet hat.

Am Mittwoch, den 25. April 2018 um 19:30 Uhr berichtet die Münsteraner Historikerin Dr. Julia Paulus im VHS-Forum an der Heidener Straße 88 in 46325 Borken, in welcher Weise sich großstädtische und ‚ländliche‘ Emanzipationsbewegungen wechselseitig beeinflussten. An westfälischen und außerwestfälischen Beispielen zeichnet sie die Entstehung, die Einflüsse, die ‚Verhinderungen‘ sowie die Erfolge der Neuen sozialen Bewegungen in ländlichen Räumen nach. Ausgangspunkt sind Forschungen über Initiativen und Projekte in Kleinstädten und Dörfern in den 1970er bis 1990er Jahren, die in dem neuen, von Frau Dr. Paulus herausgegebenen LWL-Sammelband „Bewegte Dörfer“: Neue soziale Bewegungen in der Provinz 1970–1990 veröffentlicht worden sind.

Zu diesem Vortrags- und Diskussionsabend im Rahmen der Reihe „Geschichte ist mehr“ laden Stadtarchiv, Volkshochschule, Forum Altes Rathaus und Heimatverein Borken herzlich ein.

Der Eintritt beträgt 6,00 Euro.